zurück zur Homepage  
Der TTC Egoist                                             

oder:
"Wer spielt mit mir?"

Es gab einmal einen Tischtennis-Club, mit ein paar sehr starken Spielern. Die Spieler waren ehrgeizig und trainierten verbissen. Sie wollten aufsteigen, ihre Klassierung verbessern. Das Training sollte möglichst effizient sein. Nützlichkeitsmaximierung hiess die Devise: "Wenn ich schon im Training bin, will ich möglichst viel profitieren. Ein paar Trainingseinheiten mit den stärksten Spielern im Club, das ist Action, so kann ich profitieren. Der Trainingsabend ist gelungen!"

Diese Tischtennisspieler schauten vorwärts. Ihr Blick richtete sich auf Ranglistenspiele, Meisterschaften. Alles andere war uninteressant. In diesem Club hatte es auch zahlreiche schwächere Spieler. Auch diese hatten Freude am Tischtennis. Leider nahm die Elite von den schwächeren Spielern kaum Notiz. Zu verschieden waren ihre Welten. Man wollte ja weiterkommen. Der Erfolg gab ihnen recht. Die übrigen Spieler des Clubs, die weniger talentierten, konnten ja untereinander Ping-Pong spielen. Oftmals sassen die schwächeren Spieler auch auf der Bank. Kaum einer wagte die Koryphäen zu einem Spiel aufzufordern. Zu unnahbar waren die Stars. Früher gabs mehr Gelegenheiten, mal mit einem richtig starken Spieler zu trainieren. Und dieser zeigte ihnen auch ein paar Tipps und Tricks. Doch immer mehr verspürte man die Lustlosigkeit des starken Spielpartners.

Dieser Tischtennis-Club existiert heute nicht mehr. Die schwächeren Spieler verloren die Freude am Tischtennis-Spiel und verliessen den Club. Sie litten unter der Überheblichkeit und dem elitären Gehabe der Bessern. Und die starken Spieler hatten weder Lust noch Kapazität, mehr Engagement in den Club zu investieren. Clubaktivitäten gabs keine mehr, es konnte kein Vorstand mehr gebildet werden. Der Club fiel auseinander. Ein paar Stars spielen heute in anderen Clubs, einige haben ganz aufgehört, da dieses intensive Training auf längere Sicht seinen Reiz verloren hatte. 

Sind im TTC Buchs in letzter Zeit nicht auch Anzeichen dieses elitären Verhaltens festzustellen? 
Tatsache ist, dass es schwächere Spieler/innen gibt, die nicht mehr ins Training kommen.

Reto Vacchelli

 

Ein Club lebt nicht von der Elite allein!

  • Fritz Mühlemann gründete 1973 den Club mit dem Credo "Ein guter Mix zwischen Sport und Plausch". Diese Philosophie haben wir über die Jahre bis heute aufrecht gehalten. Sie gibt uns recht! Viele andere Clubs mit einem weniger engagierten Clubleben sind heute in einem desolaten Zustand.
     
  • Sportlicher Erfolg und ein angeregtes Clubleben sind keine Gegensätze. Sie wirken zusammen und machen den Erfolg eines Clubs aus.
     
  • Ein intensives Training der starken Spieler untereinander muss sein - besonders jetzt während der Meisterschaft! Dafür müssen die nichtlizenzierten Spieler Verständnis aufbringen. Doch wenn jeder starker Spieler pro Trainingsabend nur 15 Minuten mit einem schwächeren Spieler trainiert, ist schon viel erreicht! Gemeint sind nicht nur die Spieler der ersten Mannschaft, sondern auch alle übrigen Lizenzspieler/innen.  
     
  • Jeder starke Spieler war auch einmal Anfänger und freute sich, wenn ein besserer Spieler mit ihm trainierte.